Förderprogramm
21.09.2018

Sommerurlaub für die Wohngruppe am Hermannsweg

Was für viele selbstverständlich erscheint, ist für andere ein großes Abenteuer. CHECK24 ermöglichte der Wohngruppe am Hermannsweg der Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH einen Sommerurlaub am Meer - für die meisten der erste ihres Lebens! Nicolé Adämmer, Projekteiterin der Wohngruppe am Hermannsweg, erzählt von den Erlebnissen:

Kinder der Wohngruppe am Hermannsweg in Barcelona

„Wo soll ich anfangen und wo soll ich aufhören? Es war eine unheimlich aufregende Reise nach Tiana bei Barcelona. Begonnen hat die Reise natürlich am Flughafen. Über die Hälfte der Kinder hatte große Angst davor zu fliegen und war sehr aufgeregt. Kurz nach dem Start sagte mir ein Kind, es wolle aussteigen. Zur Hälfte des Fluges wollten jedoch alle am Fenster sitzen.

Beim Austeigen aus dem Flieger waren alle erschrocken darüber, wie warm es plötzlich war. Damit hätten sie nicht gerechnet, sagten sie. Besonders die schönen Palmen, die die Kinder ja sonst nur aus Filmen kannten, wurden immer wieder angepriesen. Wir haben in Tiana ein tolles Ferienhaus mit eigenem Pool anmieten können. Die Kinder sind entsprechend mit dem Wunsch schwimmen zu gehen aufgestanden und am Abend ins Bett gegangen. Einige von den Kindern haben sogar ihre ersten Schwimmübungen in dem Pool machen können und andere Kinder haben sich trotz großer Angst vor Wasser überwunden, in den Pool zu hüpfen.

Natürlich waren wir auch ein paar Mal am und im Meer. Besonders die Kinder, die noch nie das Meer gesehen haben, äußerten sich verwundert und beeindruckt. Auch die Frage, ob jedes Meer so eklig schmecken würde (salzig), konnten wir beantworten. Es war unheimlich schön für meinen Kollegen und mich zu sehen, wie ausgelassen wir uns alle zusammen im Wasser getummelt haben. Wir sind über Wellen gesprungen, haben Burgen gebaut und sind getaucht. Fische haben wir auch gesehen.

In Barcelona haben wir einen Markt besucht und uns die Ramblas angeschaut. Dort gab es viel zu sehen. Insbesondere von der Kultur und Offenheit der Händler haben die Kinder sich anstecken lassen. Die Kinder haben gelernt zu handeln und sind zufrieden mit neuen Sonnenbrillen aus dem Diskurs mit den Verkäufern gekommen.

Dann waren wir natürlich auch im Camp Nou und haben uns das Stadion angeschaut. Das war nicht nur für die fußballbegeisterten Jungen etwas, sondern auch die Mädchen fanden es beeindruckend. Unsere drei Größten haben einen Vormittag genutzt, um sich die Formel-1-Strecke anzusehen. Die Kleinen durften in der Zeit im kühlen Nass planschen.

An einem anderen Tag sind wir Boot gefahren. Einige hatten Sorge, ob das Boot vielleicht umkippen könnte. Wir sind aber alle gesund von Bord gegangen. Toll war es, den Strand und den Hafen vom Boot aus zu sehen. Das hat uns gezeigt, wie groß Barcelona ist.

Etwas Kultur hatten wir auch. Die Sagrada Familia ist wirklich beeindruckend. Zu unserer Überraschung wollten die Kinder sich die Kirche gerne von innen ansehen. Leider war die aber schon zu voll und für die ganze Woche ausgebucht. Mit so viel Neugierde und Interesse hatten wir nicht gerechnet. In und um Barcelona sind wir meistens mit dem Zug und der U-Bahn gefahren. Als ein Musiker in unser Abteil stieg und begann zu singen, schauten die Kinder mit offenem Mund zu und wippten mit zur Musik.

Dieses und viele weitere Erlebnisse haben wir Ihnen zu verdanken. Die Kinder und auch wir Erwachsenen sind Ihnen dafür sehr dankbar! Es war eine Freude, die Kinder in ihren Entdeckungen und ihrem Erstaunen begleiten und beobachten zu dürfen.

Vielen, vielen Dank dafür!“

 

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